Grundschule Pestalozzischule Ingelheim

Bilinguale Schule

24.09.2014

Fragen & Antworten

 

Ist es im ersten Schuljahr nicht viel zu früh? Sind die Kinder mit den zwei Sprachen nicht überfordert?
Im Gegenteil. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass Kinder, die sehr früh den Zugang zur Mehrsprachigkeit haben, längerfristig kognitiv leistungsfähiger und fremden Kulturen gegenüber toleranter sind.
Im frühen Kindesalter werden Sprachen wesentlich einfacher und effektiver gelernt, da die Kinder die Wörter und Sätze einfach nachsprechen und sich so, wie bereits bei ihrer Erst- oder Muttersprache, Satzmelodie, Satzbau und grammatikalische Strukturen aus dem Zusammenhang erschließen und einprägen. Erst ab etwa dem 8. Lebensjahr wechselt der Spracherwerb hin zu einem mehr kognitiv gesteuerten Verfahren, womit er wesentlich aufwendiger und schwieriger wird.
Durch das frühzeitige Erlernen einer Zweitsprache erhöht sich die Flexibilität nachhaltig, Lernvorgänge zu verstehen und kreative Lösungen auch in allen anderen Lebens- und Lernbereichen zu finden. Weitere Sprachen werden später wesentlich einfacher gelernt.
Auch die eigene Muttersprache profitiert vom Erlernen einer Zweitsprache, da die Auseinandersetzung mit den fremden Sprachstrukturen auch eine Reflexion über die eigene Sprache mit sich bringt und das Verständnis für Sprachen im Allgemeinen erhöht.

Wie werden die Kinder ausgewählt?
Alle Kinder, die sich für den bilingualen Zweig interessieren, werden aufgenommen. Gibt es in einem Jahrgang mehr Anmeldungen als wir Plätze zur Verfügung haben, entscheidet das Los. Anmeldeformulare gibt es auf dem Elternabend der zukünftigen Erstklasseltern (im Frühjahr) oder im Sekretariat.

Muss mein Kind schon Englisch sprechen oder verstehen?
Es ist nicht erforderlich, Vorkenntnisse in der Sprache mitzubringen. Die meisten Kinder kennen aus ihrem täglichen Leben bereits viele Anglizismen, die sich in unsere Umgangssprache eingeschlichen haben. Der Tonfall der Sprache ist also nicht ganz fremd. Alles weitere erfahren die Kinder im Unterricht und nehmen die Sprache schnell als eine Selbstverständlichkeit hin.
Die Neugierde auf die neue Sprache und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen sind die einzigen Kriterien, die die Kinder mitbringen müssen. Durch viele Spiele, Reime und Lieder, ebenso wie einen stark ritualisierten Stundenablauf gewinnen die Kinder bald Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und lernen so mit Freude und Spaß Englisch „nebenher“.

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